Interview mit den Gründern von betandsleep


Interview mit den Gründern von betandsleep

Das Hamburger StartUp betandsleep stellt dem User auf der Webseite, als auch mit der eigenen App, einen neuartigen Weg der Hotelzimmerbuchung zur Verfügung.

Wer seid ihr und wie habt ihr zueinander gefunden?

Wir sind Alex, Moritz und Steven. Alex und Moritz kennen sich bereits seit sie kleine Kinder sind. Steven und Moritz kennen sich aus der Uni. Sie haben beide an der MHMK in Hamburg studiert.

Was genau ist das Konzept von betandsleep und wie lange gibt es das Projekt schon?

Gegründet haben wir die betandsleep GmbH im September 2011 und seit Mitte des Jahres ist die Webseite online. Die Grundidee ist, dass der Kunde bei betandsleep.com den Preis für seine Übernachtung selbst bestimmt und im Anschluss eines unserer exklusiven Partnerhotels auswählt.
Unser Slogan „Your Price. Your Hotel.“ beschreibt unser Konzept perfekt.

Wie seid ihr auf die Geschäftsidee gekommen?

Die Geschäftsidee von betandsleep.com haben Moritz und Alex während eines USA Trip im Jahr 2010 entwickelt. Während ihrer Zeit dort haben sie einige Hotelzimmer über einen Anbieter gebucht, bei welchem sie den Preis für ihre Übernachtung selbst bestimmen durften. Sie stellten fest, dass sie im Vergleich immer einen besseren bzw. geringeren Preis bezahlt haben, als sie über einen anderen Anbieter bezahlt hätten. Einziger Wermutstropfen, sie wussten erst nach der Buchung in welchen Hotel sie schlafen dürfen – es handelte sich um das sogenannte „blind booking“. Generell fanden sie das Konzept trotzdem sehr spannend und waren überrascht, dass sich bislang kein Anbieter mit solch einem Konzept hat durchsetzen können. Indem sie eine kurze Umfrage durchgeführt haben, fanden sie heraus, dass auch der deutsche Kunde gerne den Preis für seine Übernachtung selbst bestimmen würde, jedoch nicht bereit ist den Namen des gebuchten Hotels erst nach der Buchung zu erfahren. Entsprechend konnte das Konzept des „blind booking“ nicht in Deutschland angewendet werden. Moritz und Alex haben mit diesen neu gewonnenen Erkenntnissen begonnen das bekannte Konzept zu optimieren, um es dem Nutzungsverhalten der Deutschen / Europäer entsprechend anzupassen, und das ist ihnen mit betandsleep.com gelungen.

Wie habt ihr euch bisher finanziert?

Die komplette Entwicklung der Seite sowie der Aufbau eines kleinen Teams wurde durch eine „Family and Friends“-Runde ermöglicht. Es gelang uns knapp 80k zu sammeln und damit die bisherigen Kosten zu decken. Um das Team weiter auszubauen und erste Marketingmaßnahmen zu starten, war neues Kapital notwendig. Dieses haben wir über die Plattform des Crowdfunding-Anbieters seedmatch gesammelt. Innerhalb von ca. 20std30min hat die „Crowd“ 100k in betandsleep.com investiert – 100k sind gleichzeitig die aktuelle Obergrenze für ein Funding über seedmatch.

Was sind die bisher größten Herausforderungen gewesen?

Da keiner von uns Informatik o.ä. studiert hat, waren insbesondere die technischen Aspekte ein Buch mit sieben Siegeln für uns. Glücklicherweise hatten wir hier einen starken Partner an unserer Seite, so dass diese Herausforderungen nicht zu unüberwindbaren Hindernissen wurden.

Wie sieht es mit der Konkurrenz auf dem deutschen Markt aus und was ist euer USP?

Der deutsche Tourismus- und Reisemarkt ist riesig und zeitgleich hart umkämpft. Zum einen gibt es die klassischen Buchungsportalen und zum anderen die „same day booking“-Apps. Beide Konzepte sind aber nicht zu 100% vergleichbar mit betandsleep.com. Bei betandsleep.com hat der Kunde erstmals die Möglichkeit seinen Preis für eine Übernachtung selber zu bestimmen und im Anschluss ein Hotel seiner Wahl auszuwählen. Darüberhinaus erhält der Kunde bei uns immer den besten Preis, und das bis zu acht Wochen im Voraus.

Wo seht ihr betandsleep in drei Jahren?

In drei Jahren wollen wir ein europaweit bekanntes und genutztes Onlinebuchungsportal sein.

Welchen Tipp habt ihr für Leute, die gründen wollen oder gerade erst gegründet haben?

Lasst euch nicht entmutigen. Wir haben unser Unternehmen vor etwas mehr als einem Jahre gegründet und hatten so viele Challenges zu bewältigen, haben immer alles gegeben und mussten viele Rückschläge hinnehmen. Aber irgendwann wendet sich das Blatt. Wenn du eine gute Idee hast, an diese glaubst und sie auch entsprechend verkaufen kannst, wirst du irgendwann auch erfolgreich sein.


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